Friedhofsturm Tramin

Ban Gigger draußen und die Kirchturmspitzen Tramins

Ich muss etwas klarstellen. In den Artikeln http://www.diewanderer.it/die-tulpen-von-tramin/ und http://www.diewanderer.it/fruehling-in-tramin-in-suedtirol/ hatte ich die Bezeichnung “Giggerblick” verwendet als wäre es ein bekannter und gewachsener Flurnamen von Tramin. Wahrscheinlich, weil mir die Bezeichnung ziemlich geläufig ist. Komischerweise wissen die wenigsten Traminer wo sich der “Giggerblick” befindet. Fragt man aber nach dem “Blick zum Gigger” oder noch besser sagt man “ban Gigger draußen” dann weiß der echte Traminer sofort was los ist. Auch mir persönlich fällt es nun wie Schuppen von den Augen. Neugierig? Weiter lesen!

Tramin ist zwar nicht ganz so reich an Kirchen wie die Herrgottskinder (Erklärung für unsere deutschen Urlaubsgäste: Herrgottskinder=Kalterer) aber auf 4 Stück kommen auch wir.

Nachdem ich voriges Jahr auf den Schwingen einer stählernen Libelle einen grandiosen Dolomitenrundflug erleben durfte, reizt es mich auch heuer wieder die Welt aus der Vogelperspektive zu betrachten. So schwinge ich mich auf den Rücken meines imaginären Adlers um mit ihm die höchsten Spitzen des Weindorfs Tramin zu erkunden.

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Weintraube

Ein Besuch der Weinverkostung “Summa 14te Auflage” des Weinguts Alois Lageder

Die größte Privatkellerei Südtirols, die Kellerei Lageder aus Margreid, hat heute am 05. März kurz vor der Vinitaly (www.vinitaly.it) zur heuer 14. Auflage der “Summa”, seiner alljährlichen Weinverkostung geladen.

Obwohl die Weinveranstaltung nur für Fachpublikum zugänglich ist, schaffe ich es zusammen mit einigen Kollegen die prestigeträchtige Veranstaltung zu besuchen. Ich habe mir sagen lassen, dass die Kellerei Lageder dieses Treffen von Winzern aus aller Welt immer extra kurz vor der Vinitaly ansetzt um einen Gegenpool zu der Vinitaly zu schaffen. Das Weingut Lageder will damit nicht nur anbautechnisch, sondern auch Marketing technisch eigene Wege beschreiten.

Dass der Lageder seinen ganz eigenen Kopf hat wissen die Magreider schon längst. So war er einer der ersten der den biodynamischen Weinbau in Südtirol erfolgreich eingesetzt hat.

Biodynamisch bedeutet biologisch-dynamische Landwirtschaft nach anthroposophischen Grundsätzen auf Grundlage der landwirtschaftlichen Richtung von Rudolf Steiner. Produkte die nach diesen Maßstäben entstehen können unter der geschützten Marke Demeter vertrieben werden.

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Schnappviecher Egetmannumzug 2014 Tramin

Egetmann Umzug in Tramin 2014

Faschingsdienstag, dr Letschta, Hochzeit des Egetmann Hansl. Heuer ist ein gerades Jahr darum sind wieder die Kinder am Zug. Im Unterschied zum Faschingsumzug der Großen dürfen beim Kinderegetmannumzug auch Mädchen mitmachen.

Die Kleinen wollen ihren Vätern in nichts nachstehen und so ziehen die Schnappviecher, die Hochzeitskutsche des Egetmannhansls, die Musik, die Bauernwirtschaft, die Hexen, die Drescher, die Schwarzfischer, die Waschweiber, die Pfannenflicker uns die Altweibermühle mit der Zenzi im Gepäck durch die Traminer Gassen.

Fotos vom Egetmannumzug 2014 zum Thema:

Ob ich schon wandere im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du Herr, bist bei mir!

Immanuel Kant, 1724-1804, deutscher Philosoph

(Für PC-Benutzer: auf [Zeige als Diashow] klicken, die Seite wird neu geladen, dann hier in der Slideshow das letzte Symbol für Fullscreen klicken; so wirken die Fotos am besten!)

Weite dunkle finstere Fotos: http://www.egetmann.com/de/20140304-Egetmann_Umzug_2.php

 

Egetmann Umzug 2013

Voriges Jahr waren die Kleinen am (Faschingsum)Zug, heuer dürfen wieder die Großen Maschgra “gean” und am Faschingsdienstag die Gassen von Tramin unsicher machen. Der landauf landab beliebte Traminer Faschingsumzug “Egetmann Umzug” ist einer der bekanntesten Fasnachtsumzüge Tirols. Er startet um circa halbeins am Festplatz von Tramin.

Achtung heuer gibt es aus sicherheitstechnischen Gründen eine begrenzte Zuschauerzahl. Näheres auf www.egetmann.com

Hier einige Fotos vom Kinder Egetmann Umzug vom vorigen Jahr

 

Altweibersommer in Tramin Südtirol – Luftbild Kastelatz bis Rungg

September, Erntezeit in Tramin und Umgebung. Wärend die fleißigen Weinbauern die “Weißn” von den Reben holen, lasse ich mal wieder meine Flugdrone steigen. Eingefangen hat sie das sonnige Tramin an der Weinstraße vom Weinberg Kastelz im Norden bis hinunter zur Fraktion Rungg im Süden:

Luftbild Tramin vom Kastelatz Weinberg bis nach Rungg

Luftbild Tramin vom Kastelatz Weinberg bis nach Rungg

Das Bild von links nach rechts:
Der Urlaub auf dem Bauernhof Betrieb Weifnerhof, daneben das Seniorenheim Tramin, darüber der mit seinen Zypressen mediterran wirkende Weinhügel Kastelaz, weit im Hintergrund die Leuchtenburg über dem Kalterer See, dann das Kastelatz-Kirchlein, das sehr sehenswerte Fresken beinhaltet, dominant im Vordergrund die Pfarrkirche Tramin mit dem höchsten gemauerten Kirchturm Tirols, im Hintergrund das Weißhorn und das Schwarzhorn, dann das alte Traminer Viertel Bethlehem, das Viertel Viertelrungg und schlussendlich die Fraktion Rungg.

Internationale Anerkennung des Gewürztraminers

Pünktlich zum Beginn der Südtiroler Weinstraßenwochen am 18.05.2012 kann die Kellerei Tramin einmal mehr durch hervorragende Bewertungen ihrer Weine glänzen.

Und nicht nur das, dem Südtiroler Gewürztraminer der Kellerei Tramin gelang es mit einer bisher nicht dagewesenen Punktezahl, den Südtiroler Weinen auf dem internationalen Weinmarkt eine klangvollere Stimme zu verleihen. 96 von 100 möglichen Punkten vergab der amerikanische Weinführer „The Wine Advocat“ des einflussreichen Weinkritikers Robert Parker für den Gewürztraminer Termium Jahrgang 2009. Es ist das erste Mal, dass Südtirol im sonst eher Frankreich und Kalifornien affinen „Wine Advocat“ eine derart herausragende Rolle spielt und es ist die erste derart hohe Bewertung für einen Südtiroler Wein durch das international wegweisende Weinmagazin.

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Südtirols Süden zwischen Winter und Frühling

Wie schrieb Johann Wolfgang von Goethe in seinem Osterspaziergang:

    „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
    Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
    Im Tale grünet Hoffnungsglück;
    Der alte Winter, in seiner Schwäche,
    Zog sich in raue Berge zurück.

    Von dort her sendet er, fliehend, nur
    Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
    In Streifen über die grünende Flur.“

Ich glaube, in diesem Jahr hat der Winter diese Zeilen des deutschen Dichters wohl ein wenig zu ernst genommen.

Wie es im Süden Südtirols aussieht, wenn sich der Winter in die Berge – genauer gesagt ins Mendelgebirge – zurückzieht und von dort Eis über die grünende Flur  – genauer gesagt das Etschtal rund um Kaltern und den Kalterer See – sendet, das zeigen diese Fotografien vom 12.04.2012.

Aufgenommen auf der Mendelpass-Straße in diesem Frühling nur wenige Tage nach dem Ostersonntag, morgens zwischen 7 Uhr und 7 Uhr 15.

Bilder vom vereisten Frühling auf der Mendel

Heinrich Heine und die Tiroler

Das Alpenland Tirol im Übergang zwischen Nord und Süd wird seit Jahrhunderten bereist. Zumindest auf der Durchreise haben Händler, Krieger, Mönche, Künstler und Philosophen von jeher diesen Landstrich durchquert. Begegnungen mit Einheimischen blieben da selbstverständlich nicht aus. So haben die Tiroler, ihre Arbeitsweisen, Traditionen und Eigenarten auch bei den zahlreichen, prominenten Italienreisenden der letzten Jahrhunderte einen bleibenden Eindruck hinterlassen, ob dieser Eindruck allerdings immer von schmeichelhafter Natur gewesen ist, ist eine ganz andere Frage.

Zu den wohl bekanntesten Vertretern jener Gattung, die ihre Erfahrungen auf Reisen in Reiseberichten niederschrieben, dürfte der deutsche Schriftsteller Heinrich Heine zählen. Der allerdings zählt auch zu jenen Italienreisenden, die in ihren Niederschriften nicht gerade charmant mit den Tirolern und Südtirolern ins Gericht gegangen sind.
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Dies und Das über Südtirol und die Südtiroler von Dietmar Mitterer-Zublasing