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Südtirols Süden zwischen Winter und Frühling

Wie schrieb Johann Wolfgang von Goethe in seinem Osterspaziergang:

    „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
    Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
    Im Tale grünet Hoffnungsglück;
    Der alte Winter, in seiner Schwäche,
    Zog sich in raue Berge zurück.

    Von dort her sendet er, fliehend, nur
    Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
    In Streifen über die grünende Flur.“

Ich glaube, in diesem Jahr hat der Winter diese Zeilen des deutschen Dichters wohl ein wenig zu ernst genommen.

Wie es im Süden Südtirols aussieht, wenn sich der Winter in die Berge – genauer gesagt ins Mendelgebirge – zurückzieht und von dort Eis über die grünende Flur  – genauer gesagt das Etschtal rund um Kaltern und den Kalterer See – sendet, das zeigen diese Fotografien vom 12.04.2012.

Aufgenommen auf der Mendelpass-Straße in diesem Frühling nur wenige Tage nach dem Ostersonntag, morgens zwischen 7 Uhr und 7 Uhr 15.

Bilder vom vereisten Frühling auf der Mendel

Frühling im Etschtal

Apfelblüte in Eppan

Apfelblüte in Eppan

31.03.2012, unterwegs im Etschtal zwischen der Großgemeinde Eppan und Prissian bei Lana.

Nach der Neueröffnung der Gelateria Mary in Eppan geht’s durch das blühende Etschtal über Frangart, Tisens und Prissian hinauf auf den Gampenpass. Um einiges früher als üblich, hat in diesem Jahr hier entlang der Südtiroler Weinstraße die Apfelblüte eingesetzt. Doch nicht nur die Apfelbäume tragen ihr zartrosafarbenes oder weißes Blütenkleid, neben den Apfelblüten setzen die aufbrechenden Fliederblüten farbliche Akzente und zu Füßen der knorrigen Apfelbäume haben es sich der kleine blaue Ehrenpreis (auch Gewitterblümchen genannt) und das gelbblühende Frühlings-Scharbockskraut bequem gemacht. Die Texelgruppe, den Gantkofel oder den Schlern im Hintergrund ist das schon ein tolles Bild. Gefeiert wird die Apfelblüte aber erst später, nämlich zum Beispiel mit den Blütenfesttagen in Lana vom 09. bis 22. April.

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Apfelblüte im Südtiroler Unterland

Vorige Woche glaubte ich noch, dass es noch ein bis zwei Wochen dauern würde bis die Apfelbäume in voller Blüte stehen werden. Heute ist es bereits soweit. Viel früher als üblich überzieht die Apfelblüte das Südtiroler Unterland mit einem weißen Film. Von den Südtiroler Apfelbäumen blüht die Sorte Pink Lady als erste, obwohl ihre Früchte erst sehr spät Ende Oktober reifen.

Besonders fällt dieses Jahr auf, dass die Apfelbaumblüte in den unterschiedlichen Höhenlangen fast gleichzeitig angekommen ist. Blühende Apfelbäume sowohl in Südtirol im Unterland, als auch im Vinschgau sowie im Trientner Val di Non.

Apfelblüte in Südtirol

Frühling in Südtirol

Der Frühling beginnt bekanntlich am 21. März. Bei uns südlichen Südtirolern hat der Frühlingsbeginn aber ein flexibleres – von der Natur vorgegebenes – Datum: die Apfelbaumblüte. Die Apfelblüte bringt den Bauern schlaflose Nächte, da sie die Frostberegnung einschalten „dürfen „, die Wanderer animiert sie zum Wanderurlaub, den Touristikern spült sie so etwas Geld in die leeren Winterkassen und Otto Normalverbraucher hebt sie durch das aufkeimende Leben und ihrer weißen Pracht das Gemüt.

Ganz soweit ist es noch nicht. Die Mandelbäume sind zwar schon verblüht, die Kirschbäume stehen in voller Pracht, die Apfelbäume werden noch vor Ostern blühen, aber sich noch so circa ein zwei Wochen Zeit lassen.

Kirschblüte

Burg Taufers lädt zum Ritterfest

Kaum hat der Frühling so richtig Einzug gehalten in Südtirol, beginnen ringsum die Feste. Nach dem Weinwandertag in Kaltern zum Staatsfeiertag (25.04.2010) stehen nun allerorts tolle Feste unter freiem Himmel an. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Familienausflug auf die Burg Taufers? Dort ist nämlich am 08. und 09. Mai großes Ritterfest. Spannung, Spiel, Spaß und Genuss kommen sicher nicht zu kurz bei dieser Entdeckungsreise durch das Mittelalter. Und wem das nicht reicht, der kann gleich noch die Ausstellung „Die Kreuzüge“ besuchen, die auf der Burg Taufers noch bis zum 12.09.2010 zu sehen sein wird.

Frühling auf Südtirols Tellern

Terlaner Spargelwochen, Wildkräuterwochen in Meran und die Kastelbeller Spargelzeit – im April und Mai stehen hier bei uns alle Zeichen auf dem Genuss der frühlingsfrischen Produkte der Jahreszeit. Bekömmliche Spargelgerichte und edle heimische Weine erwarten uns in Terlan und Umgebung bis Ende Mai. Die Kastelbeller Spargelzeit mit dem guten „Weissburgunder“ dauert in diesem Jahr vom 17.04. bis zum 15.05.2010. Am 22.04. eröffnet die Wildkräutergala die Wildkräuterwochen (vom 25.04. bis zum 09.05.2010) in Meran und Lana. Und auch sonst hat die Region im Frühling allerlei kulinarische Höhepunkt zu bieten. Da sei nur an die Blütenfesttage (14.04. bis 26.04.2010) und die Bäuerliche Genussmeile am 24.04.2010 erinnert. Hervorragend verbinden lässt sich so ein Südtiroler Frühlingsmenü mit einem Spaziergang oder einer kleinen Wanderung durch unser schönes Südtirol. Stellt sich eigentlich nur noch eine Frage: Worauf warten wir noch?

Das Südtirol-Lied: Wohl ist die Welt so groß und weit

Endlich ist es Frühling geworden in unseren Landen und weil Südtirol gerade in diesen Tagen, wenn die Natur erwacht und sich überall neues Leben regt so besonders schön ist, da ist mir wieder das Südtirol Lied eingefallen. Doch wenn ich so näher darüber nachdenke: Wie sieht es da eigentlich mit dem Text aus? Keine Ahnung. Na da wird eine kleine Recherche fällig.

Aha, da ist es ja und was gleich auffällt: keine einziges Mal wird der Name Südtirol genannt. Ist aber auch kein Wunder, denn als Karl Felderer das Lied in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts schrieb, war die Bezeichnung Südtirol verboten. Doch um welche Heimat sich in dem Lied alles dreht, wird gleich in der ersten Strophe klar, wenn die Ausdehnung Südtirols von Norden nach Süden beschrieben wird:

Wohl ist die Welt so groß und weit
Und voller Sonnenschein,
Das allerschönste Stück davon
Ist doch die Heimat mein:
Dort wo aus schmaler Felsenkluft
Der Eisack springt heraus,
Von Sigmundskron der Etsch entlang
Bis zur Salurner Klaus’.

Wie weit unser schönes Land sich von West nach Ost erstreckt, verrät dann die zweite Strophe, die auch schon die ersten Hinweise auf die wechselvolle Geschichte Südtirols enthält.

Wo König Ortler seine Stirn
Hoch in die Lüfte reckt
Bis zu des Haunolds Alpenreich,
Das tausend Blumen deckt:
Dort ist mein schönes Heimatland
Mit seinem schweren Leid,
Mit seinen stolzen Bergeshöh’n,
Mit seiner stolzen Freud’.

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