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Südtiroler Herbst – Törggelezeit

Wir sind mittendrin. Mittendrin im Herbst. Mittendrin in der Erntezeit.

Strauben mit PreiselbeermarmeladeDass heißt auch: Adieu schlanke Linie, denn es gibt wieder Deftiges auf den Tisch. Landauf Landab – von Tramin bis Pfalzen, von Villnöss bis Marling – tischen Buschschänke, Gasthäuser, Weinkeller und Restaurants beim traditionellen Törggelen Sauerkraut, Knödel, Hauswürste, Schlachtplatte, Surfleisch, Rippelen, Plattlen und Tirtlen, Strauben und geröstete Kastanien auf. Wer‘s etwas nobler mag, speist Pappardelle mit Kastanien, gönnt sich ein mehrgängiges Kürbismenü oder probiert die verfeinerte Sauerkrautsuppe. Weiterlesen

Auf zum Gasslfest

’s ist endlich wieder soweit: nach dem Törggelefest vom vergangenen Wochende wird es am Samstag, dem 16.10.2010 23.10.2010, Zeit fürs „Traminer Weingassl„.

Denn wenn es herbstelt schmecken hier bei uns im Südtiroler Unterland die Krapfen und der Gewürztraminer noch einmal so gut. Vor allem wenn dazu zünftige Volksweisen gespielt werden und die Traminer Schuhplattler Schwung in den Tag bringen.

Altbekannte Spezialitäten, lokale Weine in den „Gassl“ Gläsern und hoffentlich viele neue Gäste sind am Samstag von 14:30 Uhr bis 24 Uhr der Garant für gemütliches Beisammensein in den Gassen von Tramin.

Gut erreichbar ist das Gasslfest auch heuer wieder ab 15 Uhr mit dem Shuttlebus von Kaltern, St. Josef am See und Kurtatsch.

Hinfahrt ab Kaltern jede volle Stunde ab 15 Uhr (außer 18 Uhr), ab St. Josef jeweils 8 Minuten nach der vollen Stunde, ab Kurtatsch jede halbe Stunde (außer 18:30 Uhr). Die letzte Rückfahrt in alle Richtungen startet um 23:45 Uhr von Tramin.

Das Südtirol-Lied: Wohl ist die Welt so groß und weit

Endlich ist es Frühling geworden in unseren Landen und weil Südtirol gerade in diesen Tagen, wenn die Natur erwacht und sich überall neues Leben regt so besonders schön ist, da ist mir wieder das Südtirol Lied eingefallen. Doch wenn ich so näher darüber nachdenke: Wie sieht es da eigentlich mit dem Text aus? Keine Ahnung. Na da wird eine kleine Recherche fällig.

Aha, da ist es ja und was gleich auffällt: keine einziges Mal wird der Name Südtirol genannt. Ist aber auch kein Wunder, denn als Karl Felderer das Lied in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts schrieb, war die Bezeichnung Südtirol verboten. Doch um welche Heimat sich in dem Lied alles dreht, wird gleich in der ersten Strophe klar, wenn die Ausdehnung Südtirols von Norden nach Süden beschrieben wird:

Wohl ist die Welt so groß und weit
Und voller Sonnenschein,
Das allerschönste Stück davon
Ist doch die Heimat mein:
Dort wo aus schmaler Felsenkluft
Der Eisack springt heraus,
Von Sigmundskron der Etsch entlang
Bis zur Salurner Klaus’.

Wie weit unser schönes Land sich von West nach Ost erstreckt, verrät dann die zweite Strophe, die auch schon die ersten Hinweise auf die wechselvolle Geschichte Südtirols enthält.

Wo König Ortler seine Stirn
Hoch in die Lüfte reckt
Bis zu des Haunolds Alpenreich,
Das tausend Blumen deckt:
Dort ist mein schönes Heimatland
Mit seinem schweren Leid,
Mit seinen stolzen Bergeshöh’n,
Mit seiner stolzen Freud’.

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