Rezept Holundersaft – der ideale Trink für durstige Südtirol Wanderer


Holunderblüte

Heute hat mich jemand nach dem Rezept für den köstlichen Holundersaft bzw. Holundersirup gefragt. Super Frage! Hier die Antwort:

Rezept Holundersaft

  • Man (Frau) pflanze eine Holunderpflanze. Am besten neben dem Komposthaufen. Zumindest haben wir das so gemacht. Eigentlich ist unser Holunderbaum ganz von alleine neben dem Komposthaufen gesprossen. Wir haben ihn einfach nur gedeihen lassen.
  • Man (Frau) warte circa 2 bis 3 Jahre bis der Holunderbusch circa Ende Mai seien Blüten präsentiert. (Holundersträucher wachsen extrem schnell!)
  • Man (Frau) pflücke circa 25 große Holunderblüten.
  • Man (Frau) fülle 3 Liter frisches Südtirol Wasser in einen großen Behälter. (Wenn es komplett unmöglich ist, Südtirol Wasser zu besorgen, dann kann man (Frau) auch auf frisches Wasser einer anderen Bergregion ausweichen. ;-) )
  • Man (Frau) gebe die 25 Holunderblüten in den Topf mit dem frischen (Südtiroler-)Quellwasser, gebe 80 Gramm Zitronensäure dazu. Achtung die Zitronensäure darf nicht verdorben sein! Alles schon passiert! Am besten man (Frau) besorge die Zitronensäure in einer Apotheke!
  • Man (Frau) lege eine sauberes Tuch als Abdeckung über dem Topf mit dem Holunderblüten-Wasser Gemisch darüber und warte.
  • Nach circa 24 Stunden nehme man (Frau) ein sehr feines Sieb und trenne damit die Holunderblüten vom Holunderwasser.
  • Nun beginnt der strenge Teil der Arbeit. Mann (nicht Frau) rühre ständig das Holunderwasser, während Frau (nicht Mann) nach und nach sehr langsam mit dem Feingefühl einer Frau insgesamt 4 kg Zucker dazu schütte. Der Rührvorgang muss dabei ständig erfolgen bis die gesamten 4kg Zucker komplett im Holunderwasser aufgelöst sind.

Der Holundersirup ist nun fertig!

Lagerung des Holundersirups

Holundersirup in leere Falschen abfüllen und kühl und dunkel lagern. Am besten in einem Südtiroler Weinkeller ;-) . Bei fachgemäßer Produktion sollte er circa ein Jahr haltbar sein. Das ist vor allem auf die Zitronensäure zurück zu führen.

Anwendung des Holundersirups

  • Man (Frau) nehme eine 1,5 Literflasche und gieße etwas Holundersirup etwas mehr als bodenbedeckend hinein.
  • Man (Frau) fülle frisches Südtiroler Quellwasser hinzu, bis die Flasche fast ganz voll ist.
  • Man (Frau) verschließe die Flasche und schüttle sie ein zwei Mal kräftig durch.
  • Man (Frau) packe die 1,5 Literflache köstlichen Holundersaft in einen Rucksack und begebe sich damit auf Wanderung, auf einen der zahlreichen Wanderwege Südtirols.
  • Wenn nun Mann oder Frau Durst haben, einfach Flasche öffnen und einen ordentlichen Schluck trinken! Das löscht den Durst und gibt gleichzeitig Kraft fürs Wandern.

Alles klar? Oder sollte ich noch einen Arbeitsschritt erklären?

, , , ,

  1. #1 von Silvia Heinzelmann am Juni 6, 2008 - 3:41 pm

    Einen wunderschönen guten Tag
    Ich stolpperte über ihre Seite, warum, lächel, weil ich auf der Leitung stand, was die Tastatur betraf. Ich denk wenn ich vorher einen Schluck von dem Holundersirup genommen hätte, wären meine grauen Gehirnzellen nicht so umgeknickt. .-)
    Mit Holundersaft, Holundersirup , Holundermarmelade und auch Holundersekt bin ich aufgewachsen.
    Allerdings auf dem Schwabenland, mit frischem Quellwasser sehr mit Kalcium angereichert, und aus sehr lecker und empfehlenswert.
    Bei uns wächst an jeder Ecke so ein Holunderbusch, und man kennt zum Teil die Rezepte von Blüte bis zur reifen Beere.
    Freude mich hier ein super gutes wieder gefunden zu haben, aber wäre es nicht besser den Zucker vorher zu *läutern* , wäre dann nicht ganz so anstrengend zum rühren.
    sonnige grüße aus Schwaben

  2. #2 von Dietmar am Juni 10, 2008 - 9:36 am

    Liebe Silvia,
    vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Freut mich, dass Sie über meine Seite “gestolpert” sind.

    @den Zucker *läutern*
    Leider ist mir nicht ganz klar was Sie damit meinen bzw. wie Sie das machen würden. Kommt mir etwas aufwendig vor.

    Wenn Sie meinen, dass man bereits Läuterzucker verwenden könnte, dann wäre das sicherlich eine Überlegung wert – obwohl ganz so anstrengend wie oben beschrieben ist das Rühren dann auch nicht ;-)

  3. #3 von Silvia am Juni 11, 2008 - 2:48 pm

    Hallo Dietmar
    Sicher kann man rühren bis der Zucker sich aufgelöst hat, meine Mutter hat Läterzucker selber gemacht.
    Den Zucker in Wasser aufgelöst, sowenig Wasser wie möglich, da war sie immer sehr genau, nur die ideale Menge kenne ich nicht. Ich weiss nur, dass es dickfüssiges Zuckwasser war den sie immer untergerührt hat, weil sie sich dann sicher war dass er ganz aufgelöst ist und doch schneller fertig war.
    Neulich habe ich den Sirup hier in einem Laden entdeckt und natürlich gleich mitgenommen (er kam aus Österreich) ich muss sagen er schmeckte vorzüglich.
    Aufjedenfall haben sie mich jetzt so neugierig gemacht, dass ich es den Sommer mal wieder selber versuche zu machen.
    Angefangen mit dem Holundersprudel, den man nach ein/zwei Tagen zum trinken bereit ist.
    Ich wünsch noch viel Spass und erfolg allen den die es auch mal versuchen wollen.
    Grüße aus Schwaben

  4. #4 von admin am Juni 11, 2008 - 4:21 pm

    Super Idee mit dem Selbermachen des Läuterzuckers. Werde das sicherlich das nächste Mal probieren. Ich werde es mir einfach mal ganz leicht machen und einige kg Zucker mit etwas Wasser vermengen und warten bis Zuckerwasser draus wird. Dieses Zuckerwasser löst sich dann sicherlich viel schneller im Holunderwasser auf.
    Ein “bisl” weniger Rühren würde nämlich die Arbeit drastisch verkürzen.

    Grüße aus Tramin / Südtirol

  5. #5 von Silvia am Juni 11, 2008 - 6:56 pm

    hallo Dieter (admin)
    ich habe vergessen zu schreiben dass er in heissem Wasser aufgelöst wird, dann abkühlen lassen, aber ich denk soviel hast du dir selber gedacht.
    Grüßle

(wird nicht veröffentlicht)